contact@ninakreuzinger.com

 

 

"Rettungsgriffe" by Nina Kreuzinger

16mm / digital, b/w, sound / 7:50 min, AT / 2014

 

Wounded, hurt, exhausted, unconscious people everywhere. Can the world be saved after all? Or: Can we save each other?

 

"Gefundene Rettungsgriffe auf schwarz-weißem 16 mm-Material werden so zerstückelt, verlangsamt, montiert und besungen, daß sich ein zartes Pas-de-Deux ergibt zwischen dem, der seine Handgriffe weiß und dem, der verwundet ja fast schon ohnmächtig sich führen, tragen und helfen läßt. Ein Film, der Trost spendet." (Dokfest Kassel)

 

"The best found footage film that represents all the films from this category on the festival." (ALTERNATIVE film / video festival Belgrade)

 

"Unusual found footage." (Glasgow Short Film Festival),

 

"That surrealistic sensation of unease is the film's strength." "Eye for Film"-Review by Andrew Robertson.

 

World premiere at  31. Kasseler Dokumentarfilm- & Videofest (GER), 12.11.2014 and in the international competition at 14. Flensburger Kurzfilmtage (GER), 14.11.2014,

at 31. ALTERNATIVE film / video festival Belgrade (SRB), 09.12.2014 /

(Jury Prize; International Residency, Akademski filmski centar Belgrade),

at 28. Stuttgarter Filmwinter (GER), 17.01.2015,

at 7. Glasgow Short Film Festival (UK), 11.03.2015,

at 10. Montréal Underground Film Festival (CAN), 23.05.2015

(Nomination for the 2015 Jury Prize) and

at 20. Split Film Festival (CRO), 15.09.2015.

 

Credits

Idea, Music, Director & Producer: Nina Kreuzinger
Montage & Sound Designer: Jasmin Hirtl
Sound Mixer: Roland Thurner

 

 

Filmstill „Herz und Tat, Mund und Leben", © Nina Kreuzinger, 2017.
Filmstill „Herz und Tat, Mund und Leben", © Nina Kreuzinger, 2017.

 

Herz und Tat, Mund und Leben

12:30 min., 16mm / digital, color, sound, AT 2017

Photography & Montage: Nina Kreuzinger; Performance: Christina Hirt;

Music: J. S. Bach

 

Synopsis: An empty building, a labyrinth of corridors. A woman walks, wanders, dances. From room to room. Inner spaces, different scenarios, passages, transitions. Open and close, doors and windows. Cuts and pan shots, human and walls.  

The location: the „Alte Post“ in the Viennese city center, part of the Dominikanerbastei. The property has a long history: religious site, Roman grave, alms house. Business location. Post office. Coming soon: a luxury hotel.

 

World premiere: 34. ALTERNATIVE film/video festival Belgrade, December 16, 2017.

 

 

Filmstills „Wechselstrom", © Nina Kreuzinger, 2015.
Filmstills „Wechselstrom", © Nina Kreuzinger, 2015.

 

Wechselstrom

12:30 min., Super8 / digital, Farbe, Ton (ohne Dialog), AT, SRB / 2015

Ein Film von Nina Kreuzinger

 

Synopsis:

Die „rasche Zusammendrängung wechselnder Bilder“ (G. Simmel) und die „schockförmige Wahrnehmung“ (W. Benjamin) großstädtischen Lebens findet ihr Äquivalent in der filmischen Montage: Eine mikrourbanistische Expedition durch Belgrad auf farbigem Super8, Einzelkader-Photographien statt Laufbild-Aufnahmen, geschnitten in der Kamera. In den Erscheinungsbildern der einstigen Hauptstadt Jugoslawiens zeigen sich Bruchstellen der vergangenen Einheit. Die detektivische Arbeit mit dem Kameraauge spiegelt Abbildungen der Wirklichkeit wider, geht Fragen nach – etwa nach dem Leben hier und heute, nach Jahren der Depression, Repression, Korruption.

 

Die subjektive Spurensuche und Auseinandersetzung bzw. Fragmentierung mittels Montage machen sozialen Verfall, die Folgen des Kapitalismus, der Euro-Krise augenscheinlich. Einzelkader für Einzelkader, flickerhaft schnell, hier abstrahierend überlappend, da minimalistisch strukturell – ein Fluss der Bilder und Eindrücke entlang Donau und Sava, alter und neuer Architektur. Die Finanzwelt – 2015 sind in Belgrad Filialen von rund 30 verschiedenen Geschäftsbanken vertreten – versteckt sich hinter blendenden Glasfassaden. 

 

Begleitet wird der Bilderstrom vom Sound, vom Wummern, Vibrieren des urbanen Raumes. Der Wechsel von Synchronizität und Asynchronizität erzeugt ein eigenes Klangbild, einen akustischen Flickenteppich, der die Stadt untergründig erspüren lässt. Benjamin verweist in seinem Kunstwerk-Aufsatz auf den emanzipatorischen politischen Gehalt des Films: Die Dinge sich räumlich und menschlich „näherzubringen“. (NK)

 

Credits:

Director, Concept, Photography & Montage, Sound Design: Nina Kreuzinger

Sound Design & Sound Mixing: Roland Thurner, Produktion: Nina Kreuzinger, Akademski Filmski Centar, Belgrad.

 

Screenings: 32. ALTERNATIVE film / video festival Beograd, Srb, 9th of December 2015 (World Premiere), Experiments in Cinema Festival, Albuquerque, New Mexico, USA, 5th of April 2016.

 

 

Filmstill „In meinem wilden Herzen", © Nina Kreuzinger, 2015.
Filmstill „In meinem wilden Herzen", © Nina Kreuzinger, 2015.

 

Blue Noon. In meinem wilden Herzen

20 min., Super8 / digital, Farbe, Ton (ohne Dialog), AT / 2015

Ein Film von Nina Kreuzinger, Performance: Christina Hirt

 

Synopsis:

Eine Frau, nackt im Blau-Mann, erwacht an den Rändern brachliegender alter Industriegebäude. Tanzend, kriechend, suchend, tastend, barfuß sich anschmiegend an Gleise und Wände gewinnt sie das Blau der Königin, den Mantel der Gottesmutter für sich zurück. Das den Jungen oktroyierte Marineblau, das Blau der Männer-Arbeits-Kriegswelt des vorigen Jahrhunderts, wird zur Farbe des weiblichen Himmels, zur Verheißung eines anderen Seins in einer anderen Zeit. Zurück bleibt das alter ego im mädchenrosa Kleid, raupengleich aus einer rostigen Baggerschaufel geschlüpft, Stöckelschuh auf Taubendreck. Halbmechanische, halblebendige Schrittgeräusche, atmende Container, Tierkadaver, embryonale Urbilder, Gerippe im Staub der Jahrhunderte: Die Heldinnenreise führt durch archaische Welten, labyrinthische Ruinen einer Moderne, die in ihren stärksten Momenten an Tarkowskis „Stalker“ denken lassen.

 

Zugleich fehlt der Frau in Blau die tragische Erdenschwere; leichtfüßig und blind schlüpft sie über Rampen, durch Zwischenräume zwischen Gestern und Morgen, rüttelt vergeblich an Türen. Der alte Getreidespeicher ragt schweigend und verschlossen in den Mittagshimmel. Wie ausbrechen, aus den Zeitschleifen der Jahrhunderte, den Spuren blauer Winkel, den Gewaltverhältnissen der Geschichte? Wie eindringen ins Innere des Geheimnisses? Tastend findet sie zum Ende einen Weg, ein Gehäuse näher zum Himmel, das den staunenden Blick nach draussen möglich macht. Ankommen für einen Augenblick. Mit Augenzwinkern besiegelt von der Göttin des Monte Verità, der Schutzheiligen des von brachialen Männerphantasien in jenem so fernen, so nahen tödlichen Jahrhundert zerstörten und annektierten Ausdruckstanzes.

(Andrea Lammers)

 

Credits:

Director, Concept, Photography, Montage & Sound Design: Nina Kreuzinger

Concept, Performance, Montage: Christina Hirt

Sound Mixing: Roland Thurner

Production: Christina Hirt & Nina Kreuzinger

 

 

Filmstill „ALBERN II", © Nina Kreuzinger, 2012.
Filmstill „ALBERN II", © Nina Kreuzinger, 2012.

 

„ALBERN II“

 16mm / color, no sound / 1:59 min, AT / 2012

 

Frauenkörper als (anonyme) Projektionsflächen – anstelle eines kulturell aufgeladenen textilen Schmuckes bilden geometrische Figuren Bezugspunkte zum weiblichen Akt. Die Annäherung wie Anpassung an die Form genormter Maschinenbauteile mag auf die (schmerzliche Selbst-) „Funktionalisierung“ des Menschen verweisen. Rost und verrottendes Material auf nackter Haut zeugen von der Vergänglichkeit des „Apparates“. In seiner Objekthaftigkeit und Perspektive spiegelt das Außen ein manipuliertes Inneres wider. (NK)

 

Conceptionist & Director: Nina Kreuzinger

Photography: Nina Kreuzinger, Marie-Thérèse Jakoubek

Montage: Marie-Thérèse Jakoubek

Producer: Nina Kreuzinger

 

Screenings

2012:  ORF-Nacht des österreichischen Avantgardefilms (curated by Virgil Widrich),

MQ / Eikon Schaufenster,Top Kino

2013: TIE The Int. Experimental Cinema Exposition Colorado Springs

2014: OKTO TV / VIS „Film frei!" #130 (Themenschwerpunkt RADICAL), gallery West46 (Vienna), Festival "Age d'Or" Cinematek Brussels, Festival L'Europe autour de l'Europe Paris (masterclass Friedl Kubelka).

2016: The Last Machine, Austrian Filmmuseum, Vienna.

 

 

Filmstill „Wo der Tod Teil der Landschaft ist", © Nina Kreuzinger, 2013.
Filmstill „Wo der Tod Teil der Landschaft ist", © Nina Kreuzinger, 2013.

 

Wo der Tod Teil der Landschaft ist" („La Voz Lenca No Se Calla“)

by Nina Kreuzinger & Andrea Lammers

HD 16:9 / color, OV Spanish with German subtitles / 37 min; HN, AT / 2013

 

Ziviler und inigener Widerstand in Honduras: Zwei Monate mit Umweltaktivistin Berta Cáceres und der Menschenrechtsorganisation COPINH (Ziviler Rat der sozialen und indigenen Organisationen von Honduras, copinh.org).

 

Honduras, Dokumentation. Im Juni 2009 wurde der linksliberale Präsident Mel Zelaya aus dem Amt geputscht. Seither herrscht in Honduras ein Regime der Repression, Gewalt und Straflosigkeit: Die Menschenrechtsverletzungen haben rapide zugenommen, statistisch gesehen wird alle 74 Minuten ein Mensch ermordet. San Pedro Sula ist seit Anfang 2013 die gefährlichste Stadt der Welt. Die Oligarchie sorgt für den Ausverkauf des Landes an etwa transnationale Konzerne – indigene Gemeinden sind von Flussprivatisierungen, Minenkonzessionen und Tourismusprojekten betroffen. Kritische JournalistInnen werden bedroht, verfolgt, getötet. Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen am 24. November 2013 spitzt sich die Lage dramatisch zu.

 

COPINH-Koordinatorin Berta Cáceres, Protagonistin des Films, erhielt 2015 den Goldman Umwelt Preis. In der Nacht auf den 3. März 2016, einen Tag vor ihrem 43. Geburtstag, wurde sie erschossen. Ein politischer Mord – seit 2013, seit ihrem Einsatz gegen das transnationale Staudammprojekt Agua Zarca am Lenca-Fluss Gualcarque war Cáceres besonders stark bedroht. Sie organisierte eine friedliche Blockade mit den Menschen der Region, ein COPINH-Kollege wurde erschossen. Die chinesische Firma Sinhydro stieg daraufhin aus, das Projekt wurde niedergelegt. Ende 2015 nahm die Betreiberfirma DESA die Bauarbeiten wieder auf. Als Cáceres im Frühjahr 2016 eine Europa-Tour plante, um die Investoren aus Finnland und Holland über die Situation aufzuklären und deren Ausstieg zu forcieren, wurde sie umgebracht.

 

 

Im Herbst 2016 ist der Fall nach wie vor nicht geklärt. Solidarisch zeigen sich auch Künstler*Innen wie Susan Sarandon, Peter Gabriel, Leonardo DiCaprio, die für die Installierung einer unabhängigen Untersuchungskommission mitstimmen.

 

Director: Nina Kreuzinger & Andrea Lammers

Photography: Nina Kreuzinger

Sound: Andrea Lammers

Montage: Nina Kreuzinger, Andrea Lammers and Akhmed Akhmadov

Producer: Kreuzinger & Lammers with support from Okto TV

 

First broadcast on TV: 27th of April 2013, Okto TV

 

Screenings u.a. in Wien, München, Berlin, Leipzig, Malmö, Toulouse.

 

 

 

Filmography: Conception, Direction, Photography & Montage

  • HERZ UND TAT, MUND UND LEBEN (16mm/digital, color, sound, 12:30 min, AT/2017; Performance: Christina Hirt)
  • ALMOST BLUE (Music video; Super8/digital, b/w, sound, 6:40 min, AT/EST 2017; Performance: Lee Taul)
  • TRAGEN (16mm, color, silent, 5:30 min, AT/2016; Performance: Letizia Fischer)
  • FORWARD (digital, color, sound, 1:30 min, AT/2015)
  • WECHSELSTROM (Super8/digital, color, sound, 12:30 min, AT/SRB 2015)
  • BLUE NOON. IN MEINEM WILDEN HERZEN (Super8/digital, color, sound,    20 min, AT/2015; Performance: Christina Hirt)
  • BORN IN SPACE (Music video/Animation; 16mm/digital, color, 3 min, AT/2014)
  • RETTUNGSGRIFFE (Found Footage, 16mm/digital, b/w, sound, 7:50 min, AT/2014; Montage: Jasmin Hirtl)
  • WO DER TOD TEIL DER LANDSCHAFT IST (La Voz Lenca No Se Calla / documentary in collaboration with Andrea Lammers; HD, color, 37 min, AT/GER 2013)
  • NEWS (Super8, color, silent, 1 min, AT/2012; Kamera: Gilbert Stöhr, Performance: NK)
  • DURCHGANG (16mm, b/w, silent, 3 min, AT/2012; Performance: Regina Breitfellner)
  • ALBERN II (16mm, color, silent, 2 min, AT/2012; Montage: Marie Therese Jakoubek, Performance: NK & MTJ)
  • AUS DRUCK (Super8, b/w, silent, 2 min, AT/2011; Performance: NK)
  • KREUZEN (Super8, color, silent, 3 min, AT/2011)
  • GEWALTENTEILUNG (Super8, b/w, silent, 3 min, AT/2010; Kamera: Eve & Nina Strasser, NK; Performance: NK)
  • WIEN, HAFEN, ALBERN (Super8, color, silent, 1 min; AT/2010)
  • NORSKA (Super8, b/w, silent, 3 min, AT/2010)